Good Morning America – Good Night Europe!

2007 habe ich meine letzte große Forschungsreise in die USA unternommen. Ein grossspuriger, hinterwäldlerischer Präsident regiert das Land, provinzielle, religiöse Argumente bestimmen die Diskussion. Bald würde ein Zaun zu Mexiko errichtet werden, in den USA lebt ein großer Teil der Bevölkerung ohne Krankenversicherung. Die Mitte des Landes, voll von Gefängnissen und Kasernen und Menschen, die in Holzhäusern in Wäldern leben. Diese Mitte des Landes bestimmt das Denken. Nach dem 9-11 Schock war man dabei, einen paranoiden Überwachungsstaat aufzubauen, die vormals die Welt beindruckenden, amerikanischen Werte schienen nicht mehr zu gelten. Schon bald würde der amerikanische Kasino-Kapitalismus, die egoistischen Kräfte einzelner, die Welt erschütterten, in den USA ganze Großstädte verelenden. Der Abstieg Amerikas ist bereits in vollem Gang. Wo sind die Stimmen der Intellektuellen, der visionären Vordenker? Apple, Google, Facebook werden die Vorreiter einer eher gruslige neue Religion, deren vorrangiges Ziel es scheint, schnell unermesslich reich zu werden.

Ich war immer fasziniert von den USA und schockiert, wie die Dummheit dort immer mehr um sich griff. Die USA war stets ein Land der Extreme, das die größte Ignoranz und Weisheit vereint. Und dennoch, in diesen finsteren Jahren durfte ich viele der besten Universitäten des Landes besuchen, wurden mir dort Türen geöffnet, wie es mir in Europa nie passierte und ich traf dort überall fantastische, offene, beeindruckende und wache Geister, wie ich sie (Zufall oder nicht) in Europa selten fand. Wo waren diese Menschen, wenn es darum ging, die Politik in den USA zu beeinflussen?

Das Pendel schwingt in die falsche Richtung, so empfand ich es 2007, als ich durch die USA reiste, am Ende der zweiten Amtszeit von George Bush II. Mit schaudern wandte ich mich von den USA ab.

Zur selben Zeit wurden in Europa jahrhundertealte Grenzen niedergerissen, eine einheitliche Währung geschaffen, Visionen entwickelt, es gab eine sensationelle Aufbruchsstimmung. Berlin wurde cool, eine Stadt, die für Alternativen und neue Lebensmodelle stand, nicht Geld sondern Fantasie war hier gefragt.

Europa war intellektuell und nach vorne gerichtet. Die USA religiös, rückwärtsgewandt, zerstörerisch.

Doch es liegt in der Natur des Pendels, nicht ewig in eine Richtung zu schwingen. Wann würde sich die Richtung des ändern, wann würde das Pendel wieder zurückschlagen?

Es dauert wohl immer etwas länger, bis man merkt, dass sich die Grundrichtung ändert. Wenn das Pendel die Richtung wechselt, tut sich lange Zeit wenig. Die Bewegung wird langsamer, schliesslich verweilt das Pendel an der selben Stelle, bevor es, fast unmerklich, die andere Richtung einschlägt. Das Pendel ändert die Richtung in einem dunklen Bereich, der Wandel ist unspektakulär, er geschieht im vermeintlichen Stillstand. Amerika war bereits abgeschrieben. Fast unmerklich verlangsamte sich das immer-dümmer-werden. Sarah Palin gewann nicht mehr and Popularität, aber es dauerte noch Jahre, bevor sie ihre Popularität verlor. Das Pendel hatte bereits die Richtung geändert, doch es befand sich noch tief im Reich der Dummheit.

Eine kleine Auswahl der Dinge, die ich bemerkte, in der Reihenfolge, in der ich sie bemerkte (ohne dass ich bisher einen größeren Zusammenhang sah):

BEOBACHTUNG
ca. 2008 höre ich das erste mal von “TED talks” und beginne sie regelmässig zu hören
ca. 2010 stosse ich auf “This American Life” podcasts und höre sie regelmäßig (mit grosser Begeisterung bis heute)
ca. 2011 “Planet Money” podcasts
ca. 2012 NPR wird mein Lieblingsradiosender und ersetzt meine vormaligen Lieblingsradiosender Deutschlandfunk und Dradio Kultur
2013 es gibt wieder einen positiven Helden aus den USA: Edward Snowden
ca. 2013 ich entdecke (den in den USA aktiven) politischen Comediant John Oliver
2014 ich entdecke die große Atheistismus Debatte – die sich in den USA in Gange ist und deren Protagonisten Hitchens-Dawkins-Dennet-Harris
2015 ein politischer Comidiant in Deutschland zeigt auf welche Mechanismen Europa zerstören

Es gibt ein gemeinsames Element, dass alle oben aufgeführten Elemente verbindet:

Die Versuche neue Blickwinkel auf die Welt zu finden – im Gegensatz zu: Die Welt verstehen und erklären.
Es ist die Art, wie wir Geschichten erzählen, die bestimmt, in welchem Rahmen wir die Welt wahrnehmen können.

Das Prinzip der Story

Für lange Zeit war das dominante Prinzip: Die Wahrheit finden und *allen* vermitteln. Die USA waren Meister darin, “to tell the right story” daraus mit der Zeit “to tell the story right” – also egal *was* man erzählt, Hauptsache es ist eine überzeugende Geschichte – mit diesem Prinzip fuhr Amerika kolossal gegen die Wand (man denke an den Auftritt des damaligen US-Aussenministers Colin Powell vor der UN, als er die Welt von der Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak überzeugte).

Zehn Jahre später ist Europa mit dem selben Prinzip mitten dabei, die Dinge kolossal gegen die Wand zu fahren. Die *Wahrheit* zu finden und allen zu vermitteln. Das Ding, das Europa gerade gegen die Wand fährt ist: Europa.

Das momentan in Europa alles beherrschende Thema ist die Finanzkrise in Griechenland und wie Europa (angeführt von Deutschland) darauf beharrt, den richtigen Weg, die richtige Wahrheit gefunden zu haben. Diese simple Wahrheit – Wer Schulden macht muss auch für sie büßen – wird rücksichtslos und uneingedenk der möglichen Folgen, einem ganzen Land aufgedrückt. Europa fährt gerade Europa gegen die Wand, weil es starr an überholten Wahrheiten fest hält und nicht bereit ist, verschiedenen Blickwinkel auf die Realität zu entwickeln. Ganz wie die USA die arabische Welt gegen die Wand gefahren hat, weil es den Menschen dort die amerikanische Wahrheit aufzwingen wollte. Das funktioniert so nicht.

In den USA haben das die Intellektuellen erkannt und arbeiten bereits seit vielen Jahren intensiv daran, Werkzeuge zu entwickeln, wie man mit multiplen Realitäten umgehen kann. Das Ergebnis dieser Arbeit kann man in diesen Tagen sehen: wie in beeindruckender Geschwindigkeit monolithische Grundsätze in den USA geändert werden: Der Oberster Gerichtshof in den USA hat vor wenigen Tagen verfügt, dass “Same Sex Marriage” in allen Bundestaaten anerkannt werden muss. Das, was bei uns abschätzig “Homo-Ehe” genannt wird, gibt es nicht einmal in Deutschland, ganz zu schweigen von Europa. Die USA sind so gross und so vielschichtig wie Europa. Die USA ist in dieser Beziehung plötzlich ganz weit vorne. Ein seltsamer Zufall, dass fast am selben Tag die Konföderiertenflagge, auch so ein anachronistisches Symbol der USA, verschwindet. Amerikanische Präsidenten und Präsidentschaftskandidaten verkünden eine grüne Revolution. Eine Revolution, die in Deutschland zwar schon vor Jahren ausgerufen wurde, doch dann nur 1/4 bis 1/8 herzig verfolgt wurde. Eine Firma wie Tesla gibt es in Amerika, nicht in Europa. Die Hoffnung, dass sich die Welt verbessert liegt, wieder einmal, auf Amerika. Die USA wurden von von den meisten bereits abgeschrieben. Doch in diesen Tagen – es ist Ende Juni 2015 – ist es offensichtlich: Während Europa in kleinlichem Streit die großen Ziele völlig aus den Augen verloren hat, ist Amerika ist wieder da. Das Pendel in den USA schwingt bereit mit großer Geschwindigkeit in Richtung Zukunft, Europa hat bis auf weiteres die besten Jahre hinter sich, das Pendel schwingt zurück. Europa stehen finstere Dekaden bevor. Die Visionen kommen bis auf weiteres wieder von jenseits des Atlantiks.

Die Deutschen sind ein sympathisches Volk

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Die Deutschen sind verlässlich. Sie sind selbstkritisch, wenn es um die Vergangenheit geht und wollen die ganze Welt retten. Vorausgesetzt, die Welt hält sich an die Regeln. Die Deutschen lieben Regeln! Denn Regeln, so wissen die Deutschen, sind die Voraussetzung, dass alles funktioniert.

Das haben nur noch nicht alle verstanden. Andere mögen sagen, dass es schlechte Regeln gäbe, an die man sich besser nicht hielte. Doch jeder Deutsche weiß: Regeln funktionieren nur dann, wenn sich alle daran halten. Alle! Bedingungslos! Die deutsche Logik funktioniert so: wenn alle die Regeln befolgen, sind die Regeln gut.

Die Deutschen wollen die Welt retten und sie wollen sie nach deutschen Regeln retten. Denn nur so kann es funktionieren. Und wenn die Welt sich nicht retten lassen will, dann hat sie es eben nicht verdient. Die Deutschen sind dann auch nicht beleidigt, selbst wenn es so aussehen mag. Sie sind nur konsequent. Das ist eine weitere deutsche Tugend, an der es der Welt mangelt.

Europa scheitert

Gestern habe ich einen Politikberater getroffen. Wir haben über Europa gesprochen und über Griechenland. Themen, bei denen ich oft sehr emotional werde. Der Politikberater hielt einen Austritt von Griechenland aus dem Euro für wahrscheinlich. Ein Austritt Griechenlands und anschließend ein engeres Zusammenrücken der restlichen Eurozone. Das engere Zusammenrücken der Eurostaaten ist mehr als wünschenswert, weil es langfristig den Frieden in Europa sicherstellt und weil in Zukunft nicht ein einzelnes Land, sondern nur ein gemeinsames Europa die “europäischen” Werte in der Welt vertreten kann. Ich bin Fan der europäischen Werte und ich wäre zutiefst unglücklich, wenn asiatische, indische, kapitalistische oder nationalistische Werte zunehmend Einfluss auf mein, auf unser Leben hätten.

In 20 Jahren wird Deutschland auf Grund des Bevölkerungsschwundes, aufgrund der zunehmenden wirtschaftlichen Macht anderer Nationen nur noch auf Platz 8 der einflussreichsten Länder stehen. Deutschland wäre mithin nicht mehr Teil der G7, wäre nicht mehr Teil des Clubs der einflussreichsten Länder, noch wäre ein anderes Land aus Europa dabei. Die Zukunft kann also nur in einem gemeinsamen Europa liegen, wenn europäisches Denken nicht bedeutungslos werden soll.

Der Politikberater sah eine Chance, dass Kerneuropa enger zusammenrückt, nachdem Griechenland aus dem Euro getreten wurde, denn, so die Logik: es müsse dann ein eindeutiges Signal an die Märkte gesandt werden, dass so etwas nie, nie, nie wieder passiert. Sonst würden die Märkte von einem gemeinsamen Europa nicht viel übrig lassen.

Warum könne sich dann Europa nicht enger zusammentun bevor Griechenland den Euroraum verlassen muss, habe ich gefragt. 3% Griechenland mit seinen 11 Mio Einwohnern kann doch die Euro-Zone mit seinen 330 Mio Einwohnern nicht ernsthaft gefährden. “Sicherlich nicht,” antwortete der Politikberater, “doch ohne einen Austritt Griechenlands, wäre in Europa der politische Wille kaum da, ein enges, gemeinsames Europa zu schaffen. Denn nach dem Austritt MUSS alles getan werden, um Europa zu erhalten. Der Druck wäre so groß, dass die Politiker motiviert wären alles zu tun.” Wohlgemerkt, mit Griechenland in der Eurozone, wäre das Unterfangen leichter zu bewerkstelligen und es würde nicht 11 Mio Griechen ins Elend stürzen. Doch, so die Logik, es wäre politisch nicht umsetzbar, da es den Menschen nicht zu vermitteln wäre. Der eindeutig sinnvollere Weg ist den Menschen nicht zu vermitteln! Warum? Weil seit 5 Jahren Stimmung gegen die “faulen” Griechen gemacht wurde und nun den Menschen nicht mehr erklärt werden könne, dass man die Griechen nicht bestraft.

Dabei: Wenn wir den Griechen helfen würde, würden wir Europa helfen. Und wenn wir Europa helfen, helfen wir uns selbst. Ein gemeinsames Europa kann nur aus uns bestehen. Nicht aus denen und uns.

Doch der politische Wind steht ungünstig für Griechenland. Und er nötigt die Politiker, die am Steuer stehen, zu riskanten Manövern. Doch die Politiker, die jetzt am Steuer stehen, haben mitgeholfen den Wind zu machen.

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Im Fernsehen werden spannende Geschichten erzählt

In einer deutschen Fernsehsendung wird der griechische Finanzminister gefragt: Wie können sie den Stinkefinger gegen Deutschland zeigen, wo Deutschland Griechenland so viel Geld gegeben hat? Als Beweis wird ein Video eingespielt, auf dem eben jene Geste gezeigt wird. Der Griechische Finanzminister reagiert direkt: An diesem Video sei herumgedoktert worden.

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Sprecher: Varoufakis will den Griechen neues Selbstvertrauen geben …(kurze Einblendung: Mai 2013)
Varoufakis: Griechenland sollte einfach verkünden, dass es nicht mehr zahlen kann …
Sprecher: … und steht für klare Botschaften. Besonders an Deutschland.
Varoufakis: … und Deutschland den Finger zeigen und sagen: Jetzt könnt ihr das Problem alleine lösen.
Dann leitete der Moderator der Sendung mit einer Frage an den griechischen Finanzminister über:
Der Moderator: Der Stinkefinger für Deutschland, Herr Minister. Die Deutschen zahlen am meisten, und werden dafür mit Abstand am meisten kritisiert. Wie passt das zusammen?

So werden Fernsehsendungen gemacht. Es wird zugespitzt, polarisiert, emotionalisiert. Ziel der Übung allem voran: Den Zuschauer bei der Stange zu halten, ihm eine spannende, aufregende Sendung zu bieten. Ziel erreicht, Patient tot, könnte man sagen.

Es ist wieder einmal passiert.

“Wenn man etwas verstehen will,” hat mein Vater immer gesagt, “muss man es im Extrem darstellen, dann wird es klar”. Ich habe Jahrzehnte gebraucht, um zu erkennen, dass genau das nicht stimmt. Denn Extreme verhalten sich ganz anders als die Normalität.

Wenn man Wasser verstehen will und die Extreme betrachte: Die Extreme wären zum Beispiel extrem kalt oder extrem heiss. Extrem kaltes Wasser verändert seinen Zustand, es wird etwas anderes: Eis. Extrem heisses Wasser verändert seinen Zustand und wird Dampf. Beides ist spannend, doch beides hilft nicht, das Phänomen Wasser zu verstehen. Es lenkt sogar vom Wesentlichen ab, das Wesentliche, das Normale, verhält sich nämlich nach ganz anderen Regeln.

Geschichten funktionieren so. Sie stellen die Dinge im Extrem dar. Warum? Weil es sensationell ist, weil es spannend ist. Wer will sich denn mit dem Normalen beschäftigen? Das Normale ist vermeintlich langweilig. Wir wollen spannende, emotionale, mitreissende Geschichten hören und Extreme machen gute Geschichten.

Warum will ich Geschichten hören?

Weil ich etwas über die Welt lernen möchte. Weil ich verstehen will, wie die Welt funktioniert, wie sich die Menschen in ihr verhalten, wie ich mich sinnvollerweise in ihr verhalten soll, um ein gutes, sinnvolles, glückliches Leben zu führen. Aus diesem Grund und nur aus diesem Grund interessiere ich mich für Geschichten. Geschichten, aus denen ich nichts relevantes für mein Leben lernen kann, sind für mich Zeitverschwendung. Ich lebe – wie alle Menschen, die ich je getroffen habe – ein ganz normales Leben. Und wenn ich extreme Geschichten höre, haben sie maximal wenig mit meinem Leben zu tun.

Doch angeblich wollen wir spannende Geschichten hören. Und offensichtlich stimmt es auch. Wir sind darauf konditioniert, extreme Geschichten hören zu wollen. Hollywood hat uns trainiert. Extreme sind teuer und schwierig herzustellen. Hollywood kann sie herstellen. Das Hollywood-Rezept wird nun auch von Journalisten benutzt, um spannende Geschichten zu produzieren. Aber diese Geschichten haben so gut wie nichts mit der Realität zu tun. Sie sind Lärm und in Wahrheit – stinklangweilig.


SEHR GUTER BEITRAG ZUM THEMA STINKEFINGER BEI JAUCH:
http://pantelouris.de/2015/03/15/die-sache-mit-dem-finger-varoufakis-bei-jauch/


UPDATE:
Mein Freund M.H. hat mir als Kommentar zu meinem kleinen Text eine Email mit einem sehr spannenden Verweis geschickt:

Hier nochmal die Regel fuer Journalisten die Edmund Carpenter 1970 umgedreht hat:

“I recently came across the following rules of communication posted in a School of Journalism:

1. Know your audience and address yourself directly to it

2. Know what you want to say and say it clearly and fully

3. Reach the maximum audience by utilizing existing channels

Whatever sense this may have made in the world of print, it makes no sense today. In fact, the reverse of each rule applies.”


UPDATE 19.3.2015 (zwei Tage später…)

Wie ein Hofnarr, der dem König unverblümt sagen kann, was am Hofe über ihn gemauschelt wird, ohne zu riskeren, seinen Kopf dafür zu verlieren, sind es in unserer Zeit immer häufiger Comedients, die das unaussprechliche sagen:

“Ihr habt einfach das Video nur aus dem Zusammenhang gerissen und nen griechischen Politiker am Stinkefinger durchs Studio gezogen. Damit sich Muddi und Vaddi abends nach dem „Tatort“ nochmal schön aufregen können.”

Jan Böhmermann, NEO MAGAZIN ROYALE.

JE SUIS YANIS

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Support for Greek’s finance minister Yanis Varoufakis after his excellent statements in French satirical newspaper Charlie Hebdo and embarrassing German reactions.

JE SUIS YANIS!